Governance

Der Staat der Zukunft ist nicht schlanker, sondern fähiger

Die sozial-ökologische Transformation macht deutlich, wie zentral robuste staatliche Fähigkeiten für politischen Erfolg sind. Eine Staatsreform sollte daher auf den strategischen Umgang mit Disruption und Extrema zielen. Ein Beitrag von Michael Soder.

Bild: Pixabay

Franziska Dorn und Simone Maxand haben in der Vorwoche einen Makronom-Beitrag der trügerischen wirtschaftspolitischen Attraktivität des Durchschnitts gewidmet. Sie argumentieren, dass wir immer mehr dazu übergegangen sind, gesellschaftlichen Fortschritt oft nur noch über Durchschnittswerte zu beschreiben. Jedoch trägt dies zu einer falschen Wahrnehmung bei, da die Spitzen und Ausschläge, die Extremata und Ungleichheiten, dadurch weitestgehend ausgeblendet werden. Durchschnittswerte vermitteln Stabilität durch das Verschleiern grundlegender sozialer und regionaler Unterschiede. Doch genau diese Unterschiede sind es, die darüber entscheiden, ob Menschen von einer Transformation profitieren oder von ihr abgehängt werden, ob Regionen widerstandsfähig gegenüber Veränderung oder dem wirtschaftlichen Zerfall ausgeliefert sind und ob Klimaschutz sozial tragfähig organisiert werden kann oder politische Widerstände erzeugt.

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