Economists for Future

Jenseits des Durchschnitts

Wer soziale und ökologische Ziele zusammenbringen will, braucht Daten und Methoden, die deren Wechselwirkungen sichtbar machen und sich ändernde Situationen differenziert abbilden. Ein Beitrag von Franziska Dorn und Simone Maxand.

Bild: Pixabay

Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum steht die Wirtschaft – und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, inwiefern dieser Wandel by disaster geschieht oder uns by design gelingt.

Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen in der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich zeigen sie Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften auf und geben Impulse für eine plurale Ökonomik, die sozial-ökologische Notwendigkeiten ernst nimmt.

Die Kooperation mit Economists for Future e.V. begann im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Staffel mit wechselnden Themenschwerpunkten. Die siebte Ausgabe widmet sich der Frage, wie sich soziale Sicherheit im Spannungsfeld von Klimakrise und wirtschaftlicher Transformation neu denken lässt. Was braucht es aus ökonomischer Perspektive, um sozialer Spaltung sowie dem Erstarken autoritär-nationalistischer Tendenzen entgegenzuwirken? Und wie können Wohlfahrtsstaat, Eigentumsverhältnisse, Versorgungssysteme und Institutionen so gestaltet werden, dass demokratischer Zusammenhalt, ökologische Stabilität und ökonomische Resilienz gestärkt werden?

Alle bisher erschienenen Beiträge der Economists for Future-Reihe finden Sie hier.

Klimawandel und Einkommensungleichheit gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit – werden jedoch oft getrennt voneinander diskutiert. Der aktuelle klimapolitische Diskurs konzentriert sich meist auf die Reduktion von Emissionen, wogegen in der Sozialpolitik die Verteilungsgerechtigkeit im Vordergrund steht. Eine nachhaltige Transformation gelingt jedoch nur, wenn beide Ziele verfolgt werden. Dabei sollten politische Maßnahmen berücksichtigen, wie ökologische und soziale Dynamiken ineinandergreifen, etwa wenn Klimaschutz neue Ungleichheiten schafft oder soziale Reformen den Energieverbrauch beeinflussen. So besteht auch ein Gestaltungsspielraum, der positive Wechselwirkungen ermöglicht.

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