Ungarn

Zwischen Neuanfang und Haushaltszwängen

Der Machtwechsel bietet Ungarn die Gelegenheit, schwierige wirtschaftliche und soziale Herausforderungen anzugehen und sich gleichzeitig wieder an Europa anzunähern. Die neue Regierung wird allerdings einige unpopuläre Entscheidungen treffen müssen.

Bild: Anna Hunko via Unsplash

Der Sieg der TISZA-Partei unter der Führung von Péter Magyar bei den Parlamentswahlen in Ungarn hat Auswirkungen, die weit über die Grenzen Ungarns hinausreichen. Zwar steht ein offizielles Regierungsprogramm noch aus, doch lässt das Wahlprogramm der TISZA tiefgreifende Reformen in nahezu allen Zuständigkeitsbereichen des Staates erwarten.

Zu den Prioritäten gehören die Wiederherstellung der rechtmäßigen Funktionsweise staatlicher Institutionen, die Untersuchung der betrügerischen Verwendung öffentlicher Gelder, die Wiederherstellung der Freiheit der öffentlichen Medien sowie umfassende Bemühungen zur Verbesserung des Bildungssystems, der Gesundheitsversorgung und sozialen Sicherung. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass Ungarn beispielsweise die niedrigste Lebenserwartung älterer Menschen und die zweithöchste Rate vermeidbarer Todesfälle in der Europäischen Union aufweist.

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