Strategien gegen Trump

Wunderwaffe „Sell America“?

Verkäufe von US-Staatsanleihen gelten oft als Hebel gegen die USA. Doch die makroökonomische Logik offener Kapitalmärkte relativiert diese Vorstellung deutlich. Ein Beitrag von Fabian Fritzsche.

In der aktuellen Debatte über die transatlantischen Spannungen taucht ein Motiv immer wieder auf: US-Staatsanleihen gelten als Achillesferse der Vereinigten Staaten. In Europa wird über „Sell America“ spekuliert, also das Abstoßen von US-Staatsanleihen, um deren Zinsen in die Höhe zu treiben und so die US-Regierung unter Druck zu setzen.  Schlagzeilen machte beispielsweise der Verkauf von US-Staatsanleihen im Wert von 100 Millionen US-Dollar durch einen dänischen Pensionsfonds im Zuge der Grönland-Krise. China wiederum mahnte kürzlich seine Banken zur Zurückhaltung bei US-Bonds. Doch wie real ist dieses Druckmittel in einem offenen Kapitalmarktsystem? Handelt es sich tatsächlich um eine „geopolitische Waffe“?

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