Monopolmacht

Welche Lehren die EU aus dem Ticketpreis-System der FIFA ziehen sollte

Die Preisstrategie der FIFA zeigt, wie algorithmische Preisgestaltung in monopolistischen Märkten zur Belastungsprobe für Fans und Regulierung wird. Ein Blick auf dynamische Preise, Marktmacht und die Frage, wie die EU digitale Fairness künftig sichern kann.

Bild: Y M via Unsplash

Viele der Millionen Fußballfans, die sich online Karten für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 angestellt haben, reagierten geschockt auf die Ticketpreise, als sie endlich an der Reihe waren. Der Vorwurf lautet: Die FIFA hat die Preise für das Turnier erstmals mithilfe eines offenbar nachfrageorientierten algorithmischen Preissystems festgelegt – wodurch die Preise in Echtzeit steigen, sobald das Interesse zunimmt.

Inflationsbereinigt kostete ein Premium-Sitzplatz der Kategorie 1 für das WM-Finale bei den Turnieren von 1994 bis 2022 im Durchschnitt etwa 1.300 US-Dollar. Vergleichbare Tickets für das diesjährige WM-Finale notieren bei unglaublichen 32.970 US-Dollar. Das ist fast das 25-Fache, während der Preis für das günstigste Finalticket von rund 540 US-Dollar auf 4.185 US-Dollar stieg.

Das gleiche Muster zieht sich im Wesentlichen durch das gesamte Turnier, da beliebtere Spiele offenbar zu deutlich höheren Preisen angeboten werden. Auf der Wiederverkaufsplattform wurden einige Tickets sogar für 11,5 Millionen US-Dollar offeriert, wobei die FIFA eine Provision von 30% einstreicht.

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