Energie

Macht macht Märkte

Märkte sind keine Naturphänomene, sondern politisch gestaltete Konstruktionen. Am Beispiel des Strommarkts wird deutlich, warum wir demokratischer darüber streiten sollten, welche Märkte wir eigentlich wollen. Ein Beitrag von Christian Fröhlich.

Bild: Pixabay

Friedrich Merz sagte einst über die Ampel-Koalition, „ihre Wirtschaftspolitik ist eine Politik der beständigen Interventionen in den Markt“. Das klang, als vergreife sich die Politik an etwas, das man besser in Ruhe lässt. Und wenn gefordert wird, dass man den Markt entscheiden lassen soll, wie Deutschlands Strommix in der Zukunft aussieht, schwingt dieselbe Annahme mit. Beide setzen dasselbe voraus: dass es da draußen einen Markt gibt, der einfach da ist, wie das Wetter — den man stören, aber nicht machen kann. Genau das stimmt aber nicht.

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