Studie

In der Überschuldungsfalle

In Deutschland ist rund jeder zehnte Erwachsene überschuldet – und die Auswirkungen der Corona-Krise werden diese Zahl sicherlich noch nach oben treiben. Doch welche Faktoren Menschen in die Überschuldungsfalle treiben, ist bisher kaum erforscht. Eine aktuelle Studie liefert neue Ansätze. Ein Beitrag von Theres Klühs, Melanie Koch und Wiebke Stein.

Kredite können nicht mehr zurückgezahlt werden, die Schuldenlast scheint einen zu erdrücken, Dinge des täglichen Bedarfs können aus Geldmangel nicht mehr gekauft werden: Dies sind drei klassische Symptome für eine private Überschuldung.

In Deutschland ist derzeit rund jeder zehnte Erwachsene überschuldet – und die Auswirkungen der Corona-Krise werden diese Zahl sicherlich noch nach oben treiben. Sieht man einmal von denjenigen ab, die wegen Krankheit oder Arbeitslosigkeit in Rückzahlungsschwierigkeiten geraten, sind es hierzulande vor allem einkommensschwache Haushalte, die – auch ohne plötzlichen Einkommensschock – von Überschuldung bedroht sind.

Doch welche Faktoren Menschen in die Überschuldungsfalle treiben, ist bisher nur unzureichend erforscht. In einer aktuellen Studie liefern wir dazu neue Ansätze. Die Untersuchung basiert zwar auf einer Haushaltsbefragung in Thailand, doch die Ergebnisse lassen sich bis zu einem gewissen Grad auch auf andere Länder wie Deutschland übertragen.

Kostenpflichtiger Inhalt

Bitte melden Sie sich an, um weiterzulesen

Noch kein Abo?