Flächensparen

Die Zielkonflikte der Bodenpolitik

Flächensparen ist keine Verhinderungspolitik, sondern eine Voraussetzung kommunaler Handlungsfähigkeit. Daher müssen Wohnen, Klimaschutz, Mobilität, Infrastruktur und ökologische Tragfähigkeit zusammengedacht werden.

Bild: oxana v via Unsplash

Boden ist eine zentrale Grundlage wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlichen Wohlergehens, spielt im ökonomischen Diskurs heutzutage jedoch meist nur eine Nebenrolle. Dabei wirft die endliche Ressource Boden zentrale Fragen einer verlässlichen Grundversorgung innerhalb planetarer Grenzen auf: von Wohnen, Energie und Mobilität bis hin zu Industrie, Landwirtschaft, Erholungsräumen und ökologischen Funktionen.

Die Sonderreihe „Boden als öffentliche Infrastruktur“ widmet sich diesen Zusammenhängen aus unterschiedlichen Perspektiven. In fünf Beiträgen geht sie der Frage nach, was es heißt, Boden als öffentliche Infrastruktur neu zu denken und welche Konsequenzen sich daraus für eine zeitgemäße Bodenpolitik und die ökonomische Debatte ergeben. Sie behandelt Fragen der Bodengerechtigkeit, der Demokratisierung urbaner Bodenbeziehungen, der Rolle von Bodenrenten und Bodenwerten für Infrastrukturen sowie des Flächensparens, dessen Relevanz weit über ökologische Zielsetzungen hinausgeht. 

Die Reihe wird von Economists for Future gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Alltagsökonomie kuratiert und erscheint in Kooperation mit dem Makronom. Gefördert wird sie von der Heidehof Stiftung. Hier finden Sie alle Beiträge, die bisher im Rahmen der Serie erschienen sind.

Die bisherigen Beiträge unserer fünfteiligen Sonderreihe „Boden als öffentliche Infrastruktur“  haben gezeigt, dass Boden nicht einfach Ware oder neutraler Standortfaktor ist. Bodenwerte entstehen wesentlich gesellschaftlich: durch Planung, Infrastrukturen, Nachbarschaften, regionale Dynamiken und politische Entscheidungen.

Zum Abschluss der Reihe befasst sich dieser Beitrag daher mit der Frage, warum Flächensparen eine Voraussetzung dafür ist, dass Kommunen ihre öffentlichen Aufgaben zukunftsfähig erfüllen können. Damit rückt zugleich auch eine versorgungsökonomische Perspektive in den Mittelpunkt: Wie lassen sich Wohnen, Mobilität, Energie, soziale und technische Infrastruktur sowie ökologische Tragfähigkeit zusammendenken?

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