Eco

Ein Währungsexperiment mit Risiken und Nebenwirkungen

Die Coronavirus-Pandemie wird die seit Jahrzehnten angestrebte Einführung der westafrikanischen Gemeinschaftswährung Eco wohl ein weiteres Mal verzögern. Und in ihrer derzeitigen Konzeption droht sie eher zur Wachstumsbremse als zum Wachstumsmotor zu werden. Ein Beitrag von Tilman Waffenschmidt.

Westafrika steht vor großen währungspolitischen Veränderungen. Noch in diesem Jahr sollte die Gemeinschaftswährung Eco der Westafrikanischen Wirtschaftsunion (ECOWAS) endlich kommen. Die Einführung der Währung, die in 14 Staaten und somit von etwa 350 Millionen Menschen verwendet werden soll, war bereits für die Jahre 2003, 2005, 2010, 2014 vorgesehen, verzögerte sich jedoch wegen zu großer ökonomischer Disparitäten zwischen den Staaten.

Aufgrund der Corona-Pandemie dürfte es nun zu einer erneuten Verzögerung kommen. Die Auswirkungen des Virus auf die wirtschaftliche Lage der westafrikanischen Staaten ist noch nicht absehbar, zudem schwächeln die wirtschaftlichen Schwergewichte Ghana und Nigeria. Dass eine Eco-Einführung in diesem Jahr unwahrscheinlich geworden ist, zeigen auch die jüngsten Unstimmigkeiten zwischen den frankophonen und den anglophonen ECOWAS-Mitgliedern.

Kostenpflichtiger Inhalt

Bitte melden Sie sich an, um weiterzulesen

Noch kein Abo?