Geldpolitik

Die Fed und der blinde Fleck der Zinserhöhung

Die US-Notenbank hat trotz sinkender Inflationsraten den Leitzins erhöht und rechtfertigt dies mit der soliden wirtschaftlichen Lage. Doch das Investitionsklima ist weniger eindeutig, als die Fed suggeriert.

Die letztwöchige Zinserhöhung der Federal Reserve folgt auf den ersten Blick einer klassischen geldpolitischen Logik: Weil sich die US-Wirtschaft nach Einschätzung der Notenbank robust entwickelt, sieht sie Spielraum für eine Anhebung des Zielkorridors. Dementsprechend wurde das Zielband für den Leitzins, die sogenannte Federal Funds Rate, um einen Viertelprozentpunkt auf 3,75 bis 4% erhöht. Teile der wirtschaftlichen Entwicklung hebt die Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dabei eigentümlicherweise stark hervor – während sie andere ausspart.

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