Sozialstaat

Die blinden Flecken der Rentendebatte

Die Rentendebatte als Generationenkonflikt darzustellen, greift zu kurz und verschleiert die eigentliche Gerechtigkeitsfrage. Statt Jung gegen Alt auszuspielen, sollte die Rente als soziales Recht verstanden werden, das nur mit Investitionen in Menschen, Wohnen, Pflege und soziale Infrastruktur tragfähig ist. Ein Beitrag von Vienne Chan.

Bild: Pixabay

Im jüngsten Streit um das Rentenpaket behauptete die Junge Union, dass die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48% ungerecht gegenüber der jüngeren Generation sei, da sie die Kosten für die Unterstützung einer aufgeblähten Generation von Abhängigen tragen müsse. Die Abgeordneten der Jungen Union behaupteten, dies sei eine Frage der Generationengerechtigkeit.

Wenn wir tatsächlich über Gerechtigkeit sprechen wollen, sollten wir das Rentensystem aus einer ethischen Perspektive betrachten. Angesichts der „Wirtschaft first”-Agenda der CDU ist dies keine überflüssige Übung. Letztendlich zwingt uns die CDU zu der Frage: „Dienen die Menschen der Wirtschaft – oder dient die Wirtschaft den Menschen?”

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