Migrationsgipfel

Der Migrationsdruck aus Afrika wird weiter steigen

Die europäischen Regierungen haben erneut deutlich gemacht, dass sie die wachsende Migration aus Afrika mit aller Macht verhindern wollen – auch um den Preis der Aufgabe humanitärer Grundprinzipien. Ein Beitrag von Helmut Reisen und Robert Kappel.

Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos: Die meisten wanderungswilligen Afrikaner wollen inzwischen nach Westeuropa. Foto: Pixabay

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pcn

Das Problem Nr.1 ist die wachsende Bevölkerung, für die keine oder nur unzureichende Erwerbsmöglichkeit gegenübersteht. Ein Problem, das eigentlich schon seit Bestehen der Entwicklungshilfe existiert. Nicht der Klimawandel ist das gravierende Problem; erster Linie die fehlende Familienplanung nach Einkommensmöglichkeit.

Es fehlen industrielle Kerne. Es fehlt insgesamt an Bildungsmöglichkeiten, um überhaupt erst eine Makroökonomie zu entwickeln, mit all den wirtschaftlichen Nebenzweigen der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Energie als Voraussetzung für eine ökonomische Entwicklung, die Erschließung von Süßwasserquellen, eine nachhaltige Landwirtschaft und der daraus resultierende Natur- und Tierschutz. Wer einmal Afrikas Nationalparks war, der weiß, wie notwendig der Schutz der Tiere dort ist. Wilderei ist eine Folge fehlender Erwerbszweige.

Und: Notwendig ist ein faires Wirtschaftsabkommen für landwirtschaftliche Produkte, dass es Afrika ermöglicht zu exportieren.