Arbeitsmarkt

Ohne Einstellungsschub wird sich die Arbeitslosigkeit verfestigen

Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Anzeichen für eine Verfestigung von Arbeitslosigkeit. Um bleibende Schäden zu vermeiden, sollte die Politik Maßnahmen zur Förderung von Neueinstellungen ergreifen. Eine Analyse von Hermann Gartner und Enzo Weber.

Bild: Pixabay

Corona ist für den Arbeitsmarkt ein herber Schlag, aber es hätte schlimmer kommen können. Ein umfassender Einbruch konnte vermieden werden. Das Entlassungsniveau hatte sich nach dem ersten Lockdown schnell wieder normalisiert, und der zweite Lockdown hat deutlich moderatere Auswirkungen am Arbeitsmarkt.

Alles in allem kommen die bereits bestehenden Jobs gut durch die Krise. Allerdings lag die Einstellungsdynamik selbst während der starken Konjunkturerholung im Sommer 2020 weiter deutlich unter Vorkrisenniveau. Je länger die Rückschläge anhalten, desto mehr drohen sogenannte „scarring“-Effekte, wenn dauerhafte Nachteile (Narben) bei einer Corona-Generation von Berufseinsteigern zurückbleiben: Es besteht die Gefahr, dass sich Personen dauerhafter vom Arbeitsmarkt zurückziehen und die berufliche Aufwärtsentwicklung abgeschwächt wird, da diese häufig über Jobwechsel stattfindet, aber zu wenig Jobs vorhanden sind.

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