Geoökonomie

Afrikas Rolle in Europas neuer Rohstoffpolitik

Die jüngsten geopolitischen Ereignisse haben Afrika strategisch näher an Europa gerückt. Die EU steht vor der Herausforderung, normative Ansprüche mit pragmatischen Interessen zu verbinden. Ein Beitrag von Fabian Fritzsche.

Mit dem Rückzug der USA aus dem multilateralen System, dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und Chinas zunehmend rohstoffgetriebener Außenwirtschaftspolitik rückt Afrika für Europa wieder stärker in den strategischen Fokus. Doch die Wahrnehmung des Kontinents ist stark verzerrt.

Afrika ist ein riesiger und extrem heterogener Kontinent – mit 54 Staaten, deren geographische, wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedingungen sich teils grundlegend unterscheiden. Auf vielen Weltkarten erscheint Afrika kleiner, als es tatsächlich ist; in Wirklichkeit ließen sich Europa, die USA, China und Indien gemeinsam auf seiner Fläche unterbringen. Ökonomisch aber bleibt Afrika ein Leichtgewicht: 17% der Weltbevölkerung erwirtschaften rund 3% der globalen Wirtschaftsleistung.

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