Investitionen

500 Milliarden Euro schaffen finanziellen Spielraum – aber noch keine Infrastruktur

Durch zu optimistische Annahmen, unklare Risiken und unvollständige Kalkulationen werden Großprojekte oft schon teuer, bevor der erste Spatenstich erfolgt. Wer die Investitionsoffensive zum Erfolg machen will, muss deshalb früher hinschauen.

Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität hat die schwarz-rote Bundesregierung einen außergewöhnlich großen finanziellen Spielraum geschaffen. Bis zu 500 Milliarden Euro können über zwölf Jahre für zusätzliche Investitionen bewilligt werden. 300 Milliarden Euro davon sind für Investitionen des Bundes vorgesehen, 100 Milliarden Euro für Länder und Kommunen und weitere 100 Milliarden Euro für den Klima- und Transformationsfonds.

Momentan konzentriert sich die wirtschaftspolitische Debatte – durchaus zu Recht – auf Investitionsstau, Planungsbeschleunigung und Mittelabfluss. Dabei bleibt ein Punkt jedoch oft unterbeleuchtet: die wirtschaftliche Qualität des einzelnen Projekts. Denn eine bewilligte Milliarde wird nicht automatisch zu einer funktionierenden Brücke, Schule, Bahnstrecke oder digitalen Infrastruktur.

Deshalb reicht es nicht zu fragen, wie schnell die 500 Milliarden Euro ausgegeben werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welcher reale Gegenwert mit ihnen entsteht.

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