Rezension

Wir müssen über Arbeit reden

Mit ihrem Sammelband „Was wird aus der Arbeit“ haben Anke Hassel und Wolfgang Schroeder eine fundierte Diagnose der deutschen Arbeitsgesellschaft im Umbruch geliefert. Leider bleibt das Buch in seinen Antworten oft zu zurückhaltend. Eine Rezension von Bettina Munimus.

Ob Stellenabbau, Leistungskultur oder „Lifestyle-Teilzeit” – Deutschland diskutiert über Arbeit. Anke Hassel und Wolfgang Schroeder, zwei der profiliertesten Kenner des deutschen Sozialstaats und der Arbeitsgesellschaft, haben mit ihrem Buch Was wird aus der Arbeit die wissenschaftliche Basis für die aktuelle Debatte geliefert. In dem Sammelband haben sie 58 Expertinnen und Experten zusammengebracht, um die drängenden Fragen der deutschen Arbeitsgesellschaft pointiert zu diskutieren.

Die Idee zum Sammelband, so führen Hassel und Schroeder in ihrem Vorwort an, kommt aus Frankreich, wo der Pariser Wissenschaftskollege Bruno Palier (Science Po) im Sommer 2024 anlässlich der Rentenreform 2023 mit anderen Expert:innen die Bestandsaufnahme Que sait-on du travail? (Was wissen wir über Arbeit?) zusammenstellte. Hassel und Schroeder liefern nun also die deutsche Diagnose.

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