Volkswirtschaftslehre

Das Paradigma der unsichtbaren Hand – und warum es danebengreift

In der Ökonomie kann es erstaunlich lange dauern, bis ein widerlegtes, aber tief verwurzeltes Paradigma überwunden wird. Ein Beitrag von Arnis Vilks.

Vor mehr als einem halben Jahrhundert beschrieb Thomas Kuhn die normale Entwicklung einer Wissenschaft als geprägt von Paradigmen. Der Begriff ist in der Folge viel diskutiert worden. Aber man liegt nicht ganz falsch, wenn man ein wissenschaftliches Paradigma mit der Menge von Begriffen, Methoden und Grundüberzeugungen identifiziert, die von den Wissenschaftlern nicht hinterfragt werden, sondern die Forschungstätigkeit durch Generierung von Forschungsfragen ausrichten, die nach und nach im Rahmen des Paradigmas, mit seinen Begriffen und Methoden, beantwortet werden können. Insofern die Wissenschaften auch das Weltbild der Laien prägen, reicht der Einfluss eines grundlegenden wissenschaftlichen Paradigmas oft weit über die Fachwissenschaft hinaus.

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