Neue US-Sicherheitsstrategie

Ein Angriff auf Europas Demokratie und Wohlstand

Unter Trump haben die USA einen radikalen Bruch mit transatlantischen Grundannahmen vollzogen und setzen offen auf ökonomischen Nationalismus. Ohne entschlossenes De-Risking und strategische Geschlossenheit steht nicht weniger als die wirtschaftliche und demokratische Zukunft Europas auf dem Spiel. Ein Beitrag von Gerhard Stahl.

Bild: Pixabay

Im November 2025 hat die US-Regierung ihre neue Sicherheitsstrategie vorgelegt. Auch wenn dieses Dokument keine unmittelbaren rechtlichen Auswirkungen hat, so zeigt es sehr klar die Prioritäten und die politische Linie der Trump-Administration. Der Angriff auf Venezuela mit der Entführung von Nicolás Maduro und seiner Anklage sowie die territorialen Ansprüche auf Grönland zeigen auch den Willen, diese Strategie umzusetzen.

Dieses Dokument ist insbesondere für Europa ein politischer Schock. Es spiegelt einen ökonomischen Nationalismus und eine amerikanische Dominanz-Strategie wider, welche die Grundfesten der bisherigen transatlantischen Beziehungen erschüttern. Mit der Strategie möchten die USA das wirtschaftlich und militärisch stärkste Land der Welt bleiben. Es geht nicht mehr um Werte, um Demokratie und partnerschaftliche internationale Zusammenarbeit, sondern nur noch um die Erreichung wirtschaftlicher und politischer Vorteile für die amerikanische Wirtschaft – die „von Gott gegebenen natürlichen Rechte” der amerikanischen Bürger sollen gesichert werden.

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