Außenwirtschaft

Ist mehr Freihandel eine wirksame Antwort auf Trump?

Oft wird gefordert, dass die EU ihre Freihandelspolitik in Reaktion auf Trumps Zölle und Anfeindungen vorantreiben sollte. Eine neue Studie hat untersucht, ob und welche makroökonomischen Effekte dies haben könnte. Ein Beitrag von Thieß Petersen.

Allerspätestens seit dem letzten Wochenende dürfte klar sein, dass die Europäische Union von Donald Trump – gelinde gesagt – nicht mehr sonderlich viel zu erwarten hat. In einem Politico-Interview holte der US-Präsident zum Rundumschlag aus und bezeichnete die EU als eine „verfallende“ Gruppe von Ländern, die von „schwachen“ Personen regiert würde. Diese Haltung reiht sich ein in die Entscheidungen, die Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit getroffen hat. Wirtschaftspolitisch sind dies vor allem die von Trump angedrohten und teilweise auch umgesetzten Importzölle. Sie bremsen das Wachstum in Deutschland und vielen anderen exportstarken Volkswirtschaften spürbar.

Eine oft propagierte Antwort der EU auf die US-Zollpolitik könnte darin bestehen, die Handelsbeziehungen mit anderen Ländern zu intensivieren. Das umfasst den Abschluss neuer und den Ausbau bereits bestehender Freihandelsabkommen. Um die potenziellen Wachstumseffekte abzuschätzen, die sich aus einer umfassenden Freihandelsinitiative der EU ergeben könnten, hat das Kiel Institut für Weltwirtschaft im Auftrag der Bertelsmann Stiftung entsprechende Simulationsrechnungen erstellt. Zentrale Ergebnisse dieser Berechnungen sowie deren Bewertung werden in diesem Beitrag vorgestellt.

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