Subventionen

Der Kampf um die Cleantech-Vorherrschaft hat begonnen

Noch vor ein paar Jahren war die Klimapolitik ein Teilbereich der Umweltpolitik. Heute ist sie eine Schlüsseldimension sowohl der Wirtschaftsstrategie als auch der Geopolitik.

Die Klimapolitik ist in eine neue Ära eingetreten. Der wachsende Streit zwischen den USA und der Europäischen Union über die Auswirkungen des neuen amerikanischen Systems für grüne Subventionen macht dies nur allzu deutlich. Doch in vielerlei Hinsicht geht es in dieser Geschichte letztlich um China.

In den letzten 20 Jahren haben die Industrieländer im Wesentlichen drei Arten von Maßnahmen ergriffen, um ihre Treibhausgasemissionen zu senken. Durch Vorschriften für erneuerbare Energien wurden Stromerzeuger verpflichtet, in Sonnen-, Wind-, Wasser- und geothermische Energie zu investieren. Emissionshandelssysteme für Energie- und Industrieunternehmen setzen einen CO2-Preis fest. Und die Energieeffizienzstandards wurden für eine ganze Reihe von Produkten – von Fahrzeugen über Haushaltsgeräte bis hin zu Wohnungen – schrittweise verbessert.

Die Anwendung dieses politischen Instrumentariums in Europa und Nordamerika brachte bemerkenswerte Erfolge. Die Emissionen der Industrieländer gingen trotz Wirtschaftswachstum stark zurück. Die Kosten für umweltfreundliche Technologien – von Wind- und Solarenergie bis hin zu Elektrofahrzeugen – sanken und ihre Leistung verbesserte sich, während die Nachfrage nach ihnen stieg. Dies führte zu einem positiven Kreislauf: Die Klimapolitik steigerte die Nachfrage nach grünen Technologien, wodurch die Kosten sanken, was eine weitere Verschärfung der Politik ermöglichte, was wiederum Nachfrage und Innovationen ankurbelte.

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