Wochenrückblick

Was diese Woche wichtig war

Die wichtigsten wirtschaftspolitischen Ereignisse der Woche kompakt zusammengefasst.

Deutschland

Die Schulden der öffentlichen Hand sind im ersten Halbjahr um 59,8 Milliarden auf 1,98 Billionen Euro gesunken. Das ist ein Rückgang von 2,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes haben alle öffentlichen Ebenen (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung) ihre Verbindlichkeiten reduziert.

In Deutschland sind im ersten Halbjahr deutlich mehr Verstöße gegen den Mindestlohn aufgedeckt worden als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt seien in den ersten sechs Monaten 2.433 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Im ersten Halbjahr 2016 seien es dagegen nur 1.711 Verfahren gewesen. Auch die Gesamthöhe der verhängten Bußgelder erhöhte sich von 11,4 auf fast 19 Millionen Euro. Das Finanzministerium begründete die gestiegenen Zahlen damit, dass der Zoll inzwischen verstärkt Branchen ins Visier nimmt, „in denen am ehesten mit Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen zu rechnen ist“. Zudem wurden im ersten Halbjahr mehr als 27.000 Arbeitgeber überprüft, das sind 7.000 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche erwägt die Bundesregierung, ihre Anteile an der Commerzbank an die französische Großbank BNP Paribas zu verkaufen und so auch ein Signal für die Vertiefung der Bankenunion zu setzen. Auch die italienische Unicredit soll Interesse bekundet haben. Der Bund hält derzeit noch 15,6% der Commerzbank-Anteile. Während der Finanzkrise waren insgesamt Steuergelder in Höhe von 5,1 Milliarden Euro in das Institut geflossen. Der Bund strebt einem früheren WiWo-Bericht zufolge an, beim Ausstieg mindestens 3,5 Milliarden Euro erzielen zu wollen. Dafür müsste der Aktienkurs aber von derzeit gut 11 auf 18 Euro steigen.

Kostenpflichtiger Inhalt

Bitte melden Sie sich an, um weiterzulesen

Noch kein Abo?