Insolvenzen

Die Ruhe vor dem Sturm?

Die Insolvenzrate in den EU-Staaten ist während der COVID-19-Krise bisher bemerkenswert stabil geblieben – oder sogar gesunken. Dennoch muss sich die Politik auf eine Pleitewelle vorbereiten und eine schnelle Reform der Insolvenzverfahren einleiten. Eine Analyse von Grégory Claeys, Mia Hoffmann und Guntram B. Wolff.

Historisch gesehen gehen Konjunkturabschwünge mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen einher. Anders als etwa in der Großen Finanzkrise nahmen die Insolvenzen in der momentanen Rezession (noch) nicht zu – vielmehr ist die Insolvenzrate im Verlauf der COVID-19-Krise in den EU-Staaten bemerkenswert stabil geblieben oder sogar gesunken:

Im Zuge der massiven Unterstützungsprogramme setzte die Politik temporäre gesetzliche Änderungen der Konkursregeln um (eine Übersicht dieser Änderungen für die wichtigsten Länder finden Sie hier). Die Absicht war, die Zahl der Unternehmen, die ein Insolvenzverfahren einleiten, zu reduzieren und eine Überlastung der Gerichte zu vermeiden.

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